Pressenotizen
Lernort Natur 2011 auf Gut Achberg
Klassenzimmer Natur – Ein Schultag der besonderen Art-
Schüler, Lehrer und Eltern der Grundschule Raisting – Pähl beim Lernort Natur auf Gut Achberg
Flink versteckten die Mädchen das orangefarbene Dummy und das Handy in der Wiese, bevor Hundeobfrau Kornelia Wunder dem Griffon das Kommando „Such verloren, Apport!“ gab und der Hund zielstrebig die ausgelegten Sachen fand und brav apportierte. Die Kinder staunten nicht schlecht über die Fähigkeiten der drei Jagdhunde als sie an diesem Tag nach Gut Achberg, Oberhausen, kamen, wohin sie Gutsbesitzer Florian Pfütze und der Kreisjagdverband Weilheim zum diesjährigen „Lernort Natur“ eingeladen hatten.
In diesem Jahr waren gut 100 Schüler der Grundschule Raisting – Pähl mit ihren Lehrern und Eltern eingeladen einen Schultag der besonderen Art zu erleben. Statt Mathematik und Deutsch stand diesmal die heimische Natur mit ihrer Flora und Fauna zum Anfassen und Erleben auf dem Stundenplan. Zusammen mit den Schulen im Landkreis und dem Kreisjagdverband Weilheim organisiert Karl Hohenberger mit seinem Team alljährlich diese Veranstaltung und hatte auch diesmal wieder ein umfangreiches Programm für die Kinder zusammengestellt.
Bei nieseligem Regenwetter, trafen gegen 8 Uhr die Busse mit den Kindern in Achberg ein. Nach einer kurzen Begrüßung ging es, eingeteilt in 8 Gruppen jeweils in Begleitung eines kundigen Jägers, auf den Weg rund um Gut Achberg, das mit seinem Rotwildgehege und den Mammutbäumen eine prächtige Kulisse bot. Insgesamt 7 Stationen warteten auf die Kinder, an denen sie mehr über Tiere und Pflanzen erfahren konnten. Besonders spannend war es für die 8 bis 10jährigen an der Hundestation, wo ihnen Kornelia Wunder und ihr Team viel Wissenswertes über Hunde erzählen konnte und sie echte Jagdhunde in Aktion erleben durften. Natürlich gab es anschließend auch ausreichend Zeit für die Kinder, die Hunde nach getaner Arbeit mit Streicheleinheiten zu belohnen.
Weiter ging es den Weg hinunter zum Weiher, wo unter einer großen Eiche, die Falkner Dr. Ellen Koch und Bernhard Kraus mit ihren Wanderfalken Cobra und Zorro auf die Kinder warteten und ihnen die heimische Greifvogelwelt anschaulich näher brachten.
Unterhalb des Gutshofes am Weiher hatte Robert Zamzow, Fischzuchtmeister von der Dienststelle Wielenbach des Bay. Landesamtes für Umwelt zusammen mit Dr. Walter Mühlhölzl seine Bassins auf gebaut um heimische Fisch- und Krebsarten vorzustellen und viel Interessantes über das Leben im Wasser zu erzählen.
Über einen kleinen Steg gings für die Kinder dann vom Weiher in den Wald, wo Naturpädagogin Beate Reisch mit Dr. Volker Hass einen Naturlehrpfad eingerichtet hatte. Gestärkt mit Gummibären und der Aufforderung Augen und Ohren offen zu halten wurden die Kinder einzeln auf den Pfad geschickt um den Wald und die darin versteckten Tiere für sich zu entdecken. Am Ende des Pfades wurde dann das Erlebte untereinander ausgetauscht und die Kinder erfuhren Näheres zu Tieren im Wald und zum Naturschutz.
An Wiesen vorbei ging es dann zurück zu Gut Achberg, wo als letzte Station Anahid Klotz mit ihren Eseln auf die Kinder wartete. Bei Ihr erfuhren die Kinder den Unterschied zwischen Wild- und Haustieren und konnten die Esel ausgiebig streicheln.
Nach einem lehrreichen und spannenden Rundgang, bei dem alle Beteiligten sichtlich viel Spaß hatten, gab es im Stüberl die verdiente Brotzeit. Bewegt von den Eindrücken des gerade Erlebten genossen die Kinder ihre Würstl und Brezen und ließen es sich richtig schmecken.
Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto; Dr. Norbert Vidal, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Weilheim, bedankte sich bei allen Kindern ,Lehrern, Eltern, freiwilligen Helfern und ganz besonders bei Karl Hohenberger und seinem Team für den rund um gelungenen Vormittag, bevor die Busse gegen 13 Uhr kamen und die Kinder wieder nach Hause brachten.
Einen herzlicher Dank gilt auch der Bäckerei Bachmeier, die die Brezen für die Brotzeit stiftete und der "kleinen Metzgerei" (Fam. Ostenrieder) aus Unterhausen, die die Würstl lieferte.